NRW-Lokalradios begrüßen Pläne der Koalitionsfraktionen zur Neuregelung des Bürgerfunks
Der Verband der Betriebsgesellschaften der nordrhein-westfälischen Lokalradios (BG-Verband) hat sich zustimmend zu der Absicht der Koalitionsfraktionen von CDU und F.D.P. geäußert, das Landesmediengesetz NRW an technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen anzupassen. In einer ersten Novelle soll insbesondere der in den Lokalfunkprogrammen ausgestrahlte Bürgerfunk grundlegend neu gestaltet werden.
 
 „Vor allem die Festlegung einer landesweit einheitlichen Sendezeit von 21 bis 22 Uhr an Wochentagen trägt entscheidend dazu bei, dass der Lokalfunk seine Hörer in den frühen Abendstunden zu Hause oder unterwegs in gewohnter Qualität erreicht“, so Dr. Udo Becker, Geschäftsführer des BG-Verbandes in Düsseldorf. Positive Effekte für die lokalen Programme erwartet Becker auch von der Definition eines Funktionsauftrags für den Bürgerfunk. „Programmbezogene Qualitätsstandards und eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Bürgerfunker sind erste Schritte, um vom Image des Bürgerfunks als Abschaltfaktor im Programm wegzukommen.“ In Zeiten von Internet und Podcasts finde der Bürgerfunk ohnehin nur noch wenige Hörer. Es sei deshalb sinnvoll, die finanzielle Förderung durch die LfM künftig nur noch qualitätsabhängig vorzunehmen und einen Teil der Bürgerfunkmittel zur Steigerung der Medienkompetenz für Radioprojekte in den Schulen einzusetzen, so Becker weiter.
 
Zustimmung des BG-Verbandes findet auch der von den Koalitionsfraktionen angestrebte völlige Ausschluss der Finanzierung des Bürgerfunks durch Werbung sowie die Abschaffung der bisher von den Sendern zu tragenden Produktionshilfen. „Diese Vorgaben der bisherigen Gesetzgebung haben die Lokalradios in den vergangenen Jahren wirtschaftlich belastet, angesichts steigenden Wettbewerbsdrucks im Hörfunk sind sie nicht mehr zeitgemäß“, äußerte Becker.
 
 
 
Düsseldorf, den 9. Januar 2007
 
 
 
Geschäftsführer: Dr. Udo Becker